Nichts ist so Beständig wie der Wandel

Alle drei Jahre ein neues Auto, alle 24 Monate ein neues Handy und die alten Sneakers werden eh alle sechs Monate durch neue ersetzt.

Wir leben heutzutage in einer extrem schnelllebigen Zeit, die Internetbestellung gibt es mittlerweile "Same Day" und die Freunde und Familie sind nur eine Kurznachricht entfernt, egal wo auf der Welt. Das Rad dreht sich einfach unaufhörlich schneller und Veränderungen dauern nicht mehr Monate oder Jahre, sondern teilweise nur noch Tage.

Das soll jetzt kein Beitrag über die neue digitale Welt werden und dass man früher nicht entschleunigen musste, weil man nie wirklich beschleunigt hat.

Aber muss der stetige und schnelle Wandel denn auch Einzug in die Arbeitswelt nehmen? Muss man heutzutage alle zwei, drei Jahre den Job wechseln? Ist es uncool geworden, jahrelang in der gleichen Firma zu arbeiten nur, weil alles um uns herum sich stetig und mit Vollgas auf der Überholspur verändert?

Schaue ich mir die Generation meiner Eltern an, haben diese doch meist in den 60igern oder 70igern in einer Firma angefangen und sind vor kurzem in dieser eben auch in Rente gegangen. Beständigkeit war damals extrem wichtig, Beständigkeit hieß Sicherheit.

Die Frage die sich mir stellt ist, braucht die heutige Generation keine Sicherheit mehr oder ist der Wechsel und die immer neuen Herausforderungen die neue Beständigkeit geworden? Es heißt ja nicht um sonst: 'Nichts ist so Beständig wie der Wandel".

Das diese Denkweise aber zu großen Problemen innerhalb gewachsener Unternehmensstrukturen führen kann, darf nicht vergessen werden. Wo sind zukünftig die Mitarbeiter, die auch in Krisenzeiten Ruhe ausstrahlen, die alle Höhen und Tiefen eines Unternehmens schon x-mal miterlebt haben und die durch ihre langjährige Zugehörigkeit ein Pol der Sicherheit sind. Eine Unternehmens-DNA kann nicht durch die Geschäftsführung oder dem Vorstand injiziert werden, es sind die Mitarbeiter, die schon eine gefühlte Ewigkeit im Unternehmen tätig sind.

Ich persönlich war über 6 Jahre in meinem ersten und knappe 10 Jahre in meinem zweiten Job tätig, bevor ich mich entschloss, die next STEP zu gründen. Am Anfang habe ich zu den erfahrenen Mitarbeitern aufgeschaut, später habe ich selber solch eine Rolle eingenommen. Die "alten Hasen" sind für ein Unternehmen extrem wichtig und von hohem Stellenwert, sind Sie es doch, die das Schiff durch alle Gewässer führen, ob bei Ebbe oder Flut.

Kauft euch alle paar Jahre ein neues Auto und wechselt eure Handy`s so oft wie ihr mögt, aber bleibt euren Arbeitgebern treu und wechselt nicht alle 2-3 Jahre. Es ist wesentlich interessanter, ein Unternehmen mit zu gestalten und nach Jahren auf das geschaffenen zurückzublicken. Woanders sind die Wiesen nicht immer grüner, sondern oftmals ist es nur der Schein, der die Weide saftiger erscheinen lässt.

Auch wenn wir mit der Personalvermittlung im IT Umfeld unser Geld verdienen, und eine hohe Fluktuation uns in die Karten spielt, ist Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit und Ausdauer der Motor unsere Wirtschaft.

Sehen Sie dies genauso oder haben Sie eine andere Meinung?

Schreiben Sie mir - ich freue mich darauf!

Ihr Timo Lüscher