Lifehacks #1 „Der Datebooster“

Fühlst du dich auch manchmal allein?

Wäre es nicht schön an einem dunklen Herbstabend jemanden zu haben, der neben dir auf dem Sofa sitzt? Zu zweit macht Mario Kart mindestens doppelt so viel Spaß. Doch was tun? Tinder ist eindeutig zu eindeutig, Face-to-Face will es bei Diskobekannschaften auch nicht klappen und deine Freundinnen meinen, es wäre besser, wenn Ihr Freunde bleibt?

Da musst du schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen: Du kannst Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie nutzen um deine Beziehungsblockade zu sprengen. Die Psychologen Dutton & Aron (1974) ließen in einem Experiment Männer über eine beängstigende Hängebrücke laufen. Die erste Gruppe wurde auf der Brücke von einer Frau gebeten einen Fragebogen auszufüllen. In der zweiten Gruppe erschien die Frau erst einige Zeit nach der Überquerung der Hängebrücke und sprach die Männer an, als diese sich schon wieder beruhigt hatten. In beiden Fällen riss die Frau ein Stück Papier vom Fragebogen, notierte ihre Nummer und bot an, das Thema später nochmal zu vertiefen. Was passierte? Der Anteil der Männer, die sich im Nachhinein verabreden wollten, war in der Gruppe, die die Frau auf der Hängebrücke getroffen hat, mehr als doppelt so hoch. Woran liegt das? Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, gibt es die Zweifaktoren-Theorie der Emotion (Schachter, 1962), die besagt, dass unsere Gefühle das Ergebnis von (1) physiologischer Erregung und einer (2) Kognition sind, die als Erklärung der körperlichen Erregung dient. Woher die physiologische Erregung kommt (Hängebrücke, Bungeesprung, Sport, usw.) ist erstmal völlig irrelevant. Kurz gesagt: Die Männer verknüpften ihre körperliche Erregung durch die Brücke mit der Frau, die sie angesprochen hat. Du weißt wahrscheinlich schon worauf ich hinaus will. Richtig:

• Begib dich mit deinem Date in Situationen, die Adrenalin hervorrufen

• Sei in der Nähe deines Dates, damit du als „Erklärung“ der Erregung inFrage kommst

• Hast du kein Date, dann such statt in der Disko lieber im Bungeekurs oder im Kletterpark

Zugegeben, es ist ein recht technischer Ansatz, aber wenn Hopfen und Malz verloren sind, darf man bei der Wahl der Mittel nicht zimperlich sein. Und sind wir einmal ehrlich, wenn keine Grundsympathie vorhanden ist wird es mit der Methode auch nicht funktionieren, da man in dem Fall gar nicht als „mögliche Erklärung“ der physiologischen Erregung in Frage kommt.

Happy Hunting!